CfA: ‚1968‘ und die (Re-)Konstruktion linker Jubiläen

CfA_1968_Juli2018

Der linken Jubiläen sind 2018 viele — Marx-Geburtstag, Novemberrevolution und das im Moment wohl meist diskutierte und erinnerte Datum: 1968. Letzterem wird sich auch unsere neue Ausgabe widmen, indem sie die nachträgliche Rekonstruktion von ‚1968‘ kritisch in den Blick nimmt. Weiterlesen

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Redaktion Undercurrents: Ein Nashorn in neuem Gewand? Zum Schwerpunkt Neue Materialismen

Editorial_Neue_Materialismen

So selbstverständlich das Stichwort ‚Materialismus‘ bis heute mit marxistischen Theorien verbunden wird, so fremd war es bis vor wenigen Jahren einer Literaturwissenschaft, die besonders in deutschen Landen jeglichem Marxismus als Karrierehindernis längst abgeschworen hatte: Weiterlesen

Rohstoff, Ding, Materie: Ein Interview mit Dariya Manova über Potentiale und Gegenstände des Neuen Materialismus

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Gibt es den „Neuen Materialismus“ überhaupt — und wenn ja, inwiefern?

Dass das Interesse der Geisteswissenschaften für das Materielle in seinen verschiedensten Ausrichtungen und Lesearten als „neu“ bezeichnet wird, hat vor allem auch strategische Gründe. Weiterlesen

Helmut Peitsch: Marxismus und Literaturwissenschaft am Beispiel des „Argument“

Peitsch

In der Geschichte des marxistischen Materialismus innerhalb germanistischer Debatten seit den 1960er/1970ern, nach der der CfA von Undercurrents im Dezember 2017 fragte, hat die 1959 begründete Westberliner Zeitschrift Das Argument, seit 1969 als Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften, eine Rolle gespielt. Weiterlesen

Feministische Materialismen: Ein Gespräch mit Konstanze Hanitzsch

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Was genau ist materialistisch an bestimmten Feminismen? Was verstehen diese unter ‚Materialitäten‘?

Anknüpfend an Sara Ahmeds Kritik am Ausrufen des neuen (feministischen) Materialismus als ganz neuer Richtung (2008) würde ich behaupten, dass Feminismus immer eine materialistische Ebene hat. Weiterlesen

Anne D. Peiter: An der Grenze der Sinne. Zur Darstellung radioaktiver Strahlung in westdeutschen und US-amerikanischen Science-Fiction-Texten

Peiter

Sinnliche Wahrnehmung und sprachliche Darstellung von Welt können – so lautet die Ausgangsthese dieses Beitrags – nicht voneinander getrennt werden. Wenn Welt in literarischen Texten aufgespannt wird, wird ihre sinnliche Wahrnehmbarkeit in gewissen Grenzen immer schon vorausgesetzt. Weiterlesen

Dennis Borghardt: Von Ruinen und Bordsteinkanten: Neomaterialistische Ästhetiken im Deutschpunk seit der Wendekultur

Borghardt

„Zuerst: Aus äußerst feinen Körpern – sage ich – bestehen sie, aus kleinsten Partikeln sind sie gebaut“, heißt es im umfangreichsten klassischen Manifest des Materialismus, Lukrez’ De rerum natura (≈ 55 v. Chr.), zum ontologischen Status der menschlichen Seele(n). Weiterlesen

Katharina Kreuzpaintner: Möglichkeitssinn linker Literaturwissenschaft: Patrick Eiden-Offes Die Poesie der Klasse

Rezension_Poesie_der_Klasse

Die bei Matthes & Seitz erschienene Studie Die Poesie der Klasse. Romantischer Antikapitalismus und die Erfindung des Proletariats des Berliner Literatur- und Kulturwissenschaftlers Patrick Eiden-Offe zählt mit Sicherheit zu den meistbesprochenen akademischen Neuerscheinungen des letzten Jahres. Weiterlesen

Filippo Smerilli: Versöhnung mit der »Krankheit, die Familie heißt«. Sasha Marianna Salzmanns Debütroman Außer sich

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Und darum eine Analyse  …

2012 sah ich zufällig das Stück Beg your Pardon von der mir bis dahin unbekannten Sasha Marianna Salzmann in einer Aufführung am Ballhaus Naunynstraße in Berlin. Das aus dem Drama sprechende politische Bewusstsein hatte mich neugierig gemacht Weiterlesen

Florian Kappeler: 1917, 1968 und 2018 ff. Bini Adamczaks „Beziehungsweise Revolution“

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In der Revolution trifft sich das Persönlichste mit dem Allgemeinsten, Emotionalstes mit Rationalstem. Das ist – so die grundlegende Annahme von Bini Adamczaks Buch Beziehungsweise Revolution (2017) – der Tatsache geschuldet, dass  Revolutionen „ein Verlangen nach und zugleich ein Ausdruck von veränderten Beziehungen“ (260) sind. Weiterlesen