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Diskussion mit Sandra Beaufaÿs (Duisburg-Essen) und Tobias Peter (Oldenburg)

Montag, 29.1.2018, 18 Uhr

Unter den Linden 6, Raum 2249a (Marmorsaal)

Die Schlagworte ‚Wettbewerb‘ und ‚Sichtbarkeit‘ fehlen in keiner hochschulpolitischen Ansprache, die sich zu den Stärken des gegenwärtigen deutschen Wissenschaftsbetriebs äußert. Und es scheint, als hätten wir, die Wissenschaftssubjekte, uns diese Kriterien uneingeschränkt zu Eigen gemacht: Wir sind Dauerläufer im Bewerbungsmarathon, wir maximieren unseren Output, wir ‚netzwerken‘ und machen die Zahl unserer Kontakte auf Onlineplattformen sichtbar, wir addieren eingeworbene Drittmittel zu einer Summe, mit der wir uns zu Markte tragen. Verführt der strukturell bedingte Erfolg der happy few, die dafür mit sicheren Positionen belohnt werden, gar dazu, dass wir uns im Stillen der Überzeugung hingeben, die anderen, weniger Glücklichen, hätten es ja doch nicht ganz so sehr verdient? Und tragen so nicht gerade diejenigen, die unter den gegenwärtigen Hochschulstrukturen am meisten leiden, unfreiwillig zu ihrer Stabilisierung bei? Inwiefern verhindert also unsere eigene Prekarität und Verletzbarkeit ein Praktisch-Werden der Kritik? Und mit welchen Formen von solidarischer Organisierung wäre einer solchen Lage zu begegnen?

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