http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/issue/feed undercurrents ~ forum für linke literaturwissenschaft 2021-07-12T09:30:37+02:00 Redaktion undercurrents undercurrentsforum@gmx.de Open Journal Systems <p><em>Undercurrents – Forum für linke Literaturwissenschaft</em> fragt nach dem Verhältnis von Literatur, Literaturwissenschaft und emanzipatorischen Bewegungen.</p> http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/article/view/130 Die Fäden neu verknüpfen 2021-07-09T15:51:02+02:00 Redaktion Undercurrents undercurrentsforum@gmx.de <p>Mit dem Ende der ‚großen Erzählungen‘ blieb im Zeitalter des angeblichen postmodernen Pluralismus lediglich eine ‚große Erzählung‘ übrig: die von der Alternativlosigkeit der herrschenden Verhältnisse. Ein Paradoxon, das allein schon die Frage lohnt, was in den folgenden 40 Jahren eigentlich aus politisch dezidiert linken Narrativen geworden ist.</p> 2021-07-09T00:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/article/view/131 Von Fadenspielen, Tragetaschen und Sammler_innen. Mehr-als-mensch-liche Narrative für die Zukunft 2021-07-09T16:07:50+02:00 Yasemin Dayioglu-Yücel undercurrentsforum@gmx.de Wiebke von Bernstorff undercurrentsforum@gmx.de <p>Als Kind kannte ich nur ein Fadenspiel, dessen Figuren vorbestimmt waren. Obwohl ich es sehr gerne spielte, kam ich nicht über eine Handvoll Figuren hinaus. Ich hatte aber immer geneigte Mitspieler_innen. Was ich an Donna Haraway inspirierend finde, ist, dass sie ihre Mitspieler_innen wertschätzt und ihre Fäden spekulativ auch ins noch Unbestimmbare spinnt.</p> 2021-07-09T00:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/article/view/132 Roads not taken - Möglichkeitsdenken und linke Narrative nach dem 'Ende der Geschichte' 2021-07-12T09:14:59+02:00 Sebastian Schweer undercurrentsforum@gmx.de <p>Der Beitrag unternimmt eine Lektüre von Sascha Rehs <em>Gegen die Zeit</em> (2015) und Dietmar Daths <em>Deutsche demokratische Rechnung</em> (2015), in denen das Narrativ eines ‚vollautomatisierten Kommunismus‘ entwickelt wird. Sebastian Schweer zeigt, dass diese Erzählung nur eine von vielen sein kann, weil es eines narrativen Netzes bedarf, welches der Heterogenität der gegenwärtigen Mosaik-Linken entspricht.</p> 2021-07-09T16:18:35+02:00 ##submission.copyrightStatement## http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/article/view/133 'A Riot is a Haunt'. Militante Poetik als revolutionäre Erinnerungsarbeit bei Sean Bonney 2021-07-12T09:17:36+02:00 Chris Reitz undercurrentsforum@gmx.de <p>Chris Reitz untersucht im Beitrag Sean Bonneys Arbeit an der Schreibbarkeit des Riot als politischer Ausdrucksform eines wachsenden Surplus-Proletariats. Im Beitrag argumentiert er, dass sich Bonneys ‚militante Poetik‘ als ‚militante Anamnese‘ der Jetztzeit des Riots geriert und damit eine gegenwärtige literarische Praxis selbst zum Schauplatz der Krise der Verwertung und der Überflüssigmachung macht.</p> 2021-07-09T00:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/article/view/134 Gesellschaftszeugen: Autofiktionale Formexperimente der Gegenwarten 2021-07-12T09:19:00+02:00 Raffael Hiden undercurrentsforum@gmx.de <p>Anhand der autofiktionalen bzw. autosoziobiographischen Formexperimente <em>Rückkehr nach Reims</em> von Didier Eribon und <em>Streulicht</em> von Deniz Ohde expliziert dieser Beitrag eine Skizze zur Einordnung dieser Gegenwartstendenzen. Zudem wird davon ausgegangen, dass gerade die theatrale Adaption der literarisch-soziologischen Stoffe ein Spezifikum der Gegenwartsgesellschaft darstellt; insbesondere mit Blick auf die Konstitution neuer Narrative für das 21. Jahrhundert.</p> 2021-07-09T00:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/article/view/135 Vom Nutzen und Nachteil der Mythopoesis für emanzipatorische Bewegungen. Luther Blissets Roman Q und die Folgen 2021-07-12T09:20:13+02:00 Mareike Gronich undercurrentsforum@gmx.de <p>Der Beitrag geht zunächst dem Zusammenhang zwischen dem Roman <em>Q</em> und der (extrem) rechten QAnon-Bewegung nach. In einem zweiten Schritt wird das mythopoetische Verfahren des Autorenkollektives Wu Ming vorgestellt und es wird gezeigt, mit Hilfe welcher ästhetischer und narrativer Verfahren Mythopoesis realisiert wird. Abschließend werden die Spielräume und Grenzen der mythopoetischen Strategie von Wu Ming im Kontext linker sozialer Bewegungen und im Hinblick auf ihr emanzipatorisches Potenzial als politische Literatur diskutiert.</p> 2021-07-09T00:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/article/view/136 Durch die Maschinen! Umfunktionierung des kapitalistischen Realismus als Strategie linker Erzählungen im 21. Jahrhundert 2021-07-12T09:22:29+02:00 Sebastian Schuller undercurrentsforum@gmx.de <p>Sebastian Schuller untersucht die Ästhetik des von US-amerikanischen Sozialist_innen herausgegebenen Zeitungsprojekts <em>Locust Review</em>. Ausgangspunkt dabei ist die Überlegung, dass in unserer Gegenwart gegenkulturelle Strömungen immer schon in den Kapitalismus integriert sind. <em>Locust Review</em> dient ihm dabei als Exempel dafür, wie die ‚kapitalistische Kulturrevolution‘ gegen sich selbst gewendet werden kann, um neue Möglichkeiten des Widerstands zu erschließen.</p> 2021-07-09T00:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/article/view/137 Postmigrantischer Antifaschismus. Neue Kollektive und progressive Gegennarrative 2021-07-12T09:25:37+02:00 Jara Schmidt undercurrentsforum@gmx.de Jule Thiemann undercurrentsforum@gmx.de <p>Jara Schmidt und Jule Thiemann untersuchen anhand der Thesen aus Max Czolleks Streitschriften <em>Desintegriert Euch!</em> (2018) und <em>Gegenwartsbewältigung</em> (2020) die Notwendigkeit postmigrantisch-antifaschistischer Kollektive und von ihnen entwickelten progressiven Gegennarrativen, die sich der sogenannten deutschen Leitkultur ebenso entgegenstellen wie neovölkischem Gedankengut und rechtsradikalem Terror. Die beiden Beiträgerinnen zeigen, welche ästhetische und utopische Kraft aus Czolleks Konzept einer desintegrativen jüdisch-muslimischen Leitkultur erwächst.</p> 2021-07-09T00:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/article/view/138 'Unsere Rache ist unsere Existenz. Unsere Waffe ist die Sprache.' Zum desintegrativen Potenzial von Mirna Funks Roman Winternähe 2021-07-12T09:27:45+02:00 Anna Spener undercurrentsforum@gmx.de <p>Der Beitrag zeigt, wie Desintegration in Romanform aussehen kann. Sie bezieht sich auf Max Czolleks Thesen zur Desintegration als einem ästhetisch-politischen Gegennarrativ, das hegemoniale Denkmuster im gegenwärtigen ‚deutsch-jüdischen‘ Verhältnis zunächst sichtbar macht und dann produktiv umarbeitet. In ihrem Beitrag analysiert sie das in Mirna Funks <em>Winternähe</em> aufscheinende politische Potential der jüdischen Rache als desintegrativer Kraft und zeigt neue Verfahrensweisen des deutschsprachigen jüdischen Schreibens in der dritten Generation nach dem Nationalsozialismus auf.</p> 2021-07-09T00:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/article/view/139 Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Warum wir eine neue linke Erzählung brauchen 2021-07-12T09:28:49+02:00 Julia Fritzsche undercurrentsforum@gmx.de <p>Sie haben zehn Minuten Zeit: Machen Sie sich ein Vision von Ihrem Leben in fünf Jahren - nicht nur als Individuum, sondern auch als Gesellschaft!&nbsp;Wie sieht das gute Leben&nbsp;aus? Wie riecht es? Wie schmeckt es? Wie fühlt es&nbsp;sich an?&nbsp;Ein Plädoyer für eine neue linke Erzählung. Und eine Spurensuche, wo wir schon heute&nbsp;erste Entwürfe finden.</p> 2021-07-09T00:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/article/view/140 Unerhörte Wendegeschichte(n). Konstruktionen multidirektionalen Erinnerns 2021-07-12T09:30:37+02:00 Massimo Perinelli undercurrentsforum@gmx.de Lydia Lierke undercurrentsforum@gmx.de <p>Lydia Lierke und Massimo Perinelli werfen die Frage nach der Bedeutung von Narrativen für neue und solidarische politische Praktiken auf. In Anlehnung an Michael Rothbergs vieldiskutierten Begriff zum Gedenken an die Shoa unter postkolonialen Bedingungen, präsentieren sie eine Montage unterschiedlicher Erzählungen, die sie für ihr Buch <em>Erinnern stören. Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive</em> (2020) gesammelt haben.</p> 2021-07-09T00:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement##