Internationalistische Weltliteratur und Forschungen über Arbeiter_innenliteratur Sonali Perera’s No Country. Working-Class Writing in the Age of Globalization

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Christoph Schaub

Abstract

In Karin Strucks autobiograpischem, in Tagebuchform organisiertem Roman Klassenliebe (1973) kommentiert die Erzählerin – Arbeiterin qua Klassenherkunft, Akademikerin qua Beruf – die Literatur der Arbeiter_innenbewegung:
Denn was da bisher über die Arbeiterklasse, über die einfachen Leute, über die kleinen Leute, über die ollen Arbeiter da, über die Bauern mit den dicksten Kartoffeln, geschrieben wurde, das ist ja Makulatur. Kosmetik. Als ob es genüge, Demonstrationen zu beschreiben, den Aufbau von kommunistischen Betriebszellen, die Entwicklung von Klassenkämpfen. Die ollen Arbeiter da sind doch keine Marionetten. Wer schreit denn »Psychologismus«? Die Bürgerlichen haben durch ihre Literatur jede Kleinigkeit ihres Lebens groβgemacht. Sie haben sich gestärkt. Groβ machen. Wo anfangen? Und wie? (247)
Struck schreibt in einem Moment, in dem die Auseinandersetzung mit der Literatur der Arbeiter_innenbewegung in (West)Deutschland im Zuge der Student_innenbewegung boomt wie zu keiner anderen Zeit seit der Weimarer Republik.

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Zitationsvorschlag
Schaub, C. (2014). Internationalistische Weltliteratur und Forschungen über Arbeiter_innenliteratur. Undercurrents ~ Forum Für Linke Literaturwissenschaft, (5). Abgerufen von http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/article/view/24
Rubrik
Rezension