Unschuldige Mädchenliteratur? Über die politische Funktion der Mütter- und Familienvorstellungen in Magda Trotts Pucki-Reihe vor und nach 1945

Hauptsächlicher Artikelinhalt

Julia Wirtz

Abstract

Die Pucki-Bände von Magda Trott illustrieren, wie in Form einer Mädchenbuchreihe tradierte Familien- und Mutterbilder vermittelt und emanzipatorische Lebensentwürfe narrativ zum Scheitern gebracht werden. Obwohl ideologisch nicht identisch, sind die Bände anschlussfähig an nationalsozialistische Vorstellungen von Mutterschaft – bedingt durch fehlende Trennlinien konservativer und faschistischer Ideen. Auch nach 1945 weitgehend unverändert, fungieren sie als Sozialisationsinstanz, die weibliche Handlungsräume einschränkt, politische Dimensionen verschleiert und die Kontinuität bürgerlicher Geschlechtspolarität sichtbar macht.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag
Wirtz, J. (2026). Unschuldige Mädchenliteratur? Über die politische Funktion der Mütter- und Familienvorstellungen in Magda Trotts Pucki-Reihe vor und nach 1945. Undercurrents ~ Forum für Linke Literaturwissenschaft, 20. Abgerufen von http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/article/view/187
Rubrik
Artikel