Märchen der Armen. Hermynia Zur Mühlens Materialismus für Kinder

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Dariya Manova

Abstract

Märchen sind nicht ‚unschuldig‘, sondern gelten seit dem 19. Jahrhundert als pädagogisch und politisch brisante Texte. Gleichzeitig wurden sie in die bürgerliche Lesekultur als naturnahes Volksgut eingeführt – eine Vorstellung, die in den proletarischen Märchen der Weimarer Zeit fortwirkte. Hermynia Zur Mühlens Märchen Was Peterchens Freunde erzählen (1921) aktualisiert diese tradierten Motive, es ist aber auch als ein früher Versuch des literarischen Materialismus lesbar, bei dem nicht menschliche Schicksale, sondern das Leben der Dinge zum Schlüssel der Wirklichkeitsdeutung und der politischen Aktion wird.

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Zitationsvorschlag
Manova, D. (2026). Märchen der Armen. Hermynia Zur Mühlens Materialismus für Kinder. Undercurrents ~ Forum für Linke Literaturwissenschaft, 20. Abgerufen von http://undercurrentsforum.com/index.php/undercurrents/article/view/184
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